Von Lachsen und Rechnungen
Gerade vom o2-Shop zurückgekommen. Stinksauer. Mal wieder.
Was ist passiert? Nachdem mein DSL ja seit 1. Feburar endlich funktioniert, ist mir aufgefallen, dass o2 mir schon seit November die Gebühren in Rechnung gestellt hat, alles in allem knapp 100 Euro. Nicht schlecht, denkst du jetzt? Es kommt noch besser!
Ich also zum o2-Shop um die Ecke, Rechnungen und alles dabei. Sagt mir der Typ doch tatsächlich: „Da kann ich überhaupt nichts machen. Sie haben den DSL-Anschluss in einem anderen Shop beantragt. Dort müssen Sie hingehen.“ Schafft es dieser Konzern also nicht einmal, dass seine Filialen gemeinsam auf dieselbe Kundendatenbank zugreifen können! Jetzt muss ich also tatsächlich den Strom hinaufschwimmen bis zu dem Fleck, an dem ich meinen DSL-Vertrag unterschrieben habe… *kopfschüttel*
Und was wenn ich nächsten Monat vom schönen Hamburg genug hab und nach München ziehe? Muss ich dann auch noch wegen jeder Rechnung nach Hamburg in den Shop fahren, in dem ich den Vertrag abgeschlossen hab? Fragen über Fragen!
Chronik einer Service-Katastrophe – Part II
WOW! Seit 1. Februar habe ich nun tatsächlich einen funktionierenden DSL-Anschluss. Doch Moment, wie kam es dazu?
Zwischen den Jahren war ich im o2-Shop gewesen, um nach diversen Hotline-Erlebnissen nun auch einmal ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht führen zu können. Nachdem der Kollege eine halbe Stunde lang durch die Warteschleife (ja, auch die Shops können nur auf die hundsnormale Hotline zugreifen!) getingelt war, bekam er dann tatsächlich jemanden an die Strippe.
Mein Anschluss sei zwar freigschaltet, es gebe aber eine Problem bei der Verbindung der Telefonica-Leitung mit meiner letzten Meile. Das liege wahrscheinlich an einer fehlerhaften Schaltung im Hauptverteiler (der graue Kasten draußen auf der Straße). Eine Überprüfung sei bereits veranlasst, ich würde infomiert.
o2 hat dann weitere 4 Wochen Däumchen gedreht das Problem überprüft, bis ich die Geduld verlor und nochmal bei der Hotline anrief. Dabei muss ich wohl so stinkig und angepisst geklungen haben, dass mich tatsächlich eine halbe Stunde später eine Sachbearbeiterin zurückrief. Ja, die hat von sich aus angerufen, ich hatte nicht mal darum gebeten! Jedenfalls hat die ein weiteres Gespräch mit einem Techniker arrangiert… langer Rede kurzer Sinn: Wieder einmal sollte ein Techniker bei mir vorbeischauen.
Was dieser zu meinem unendlichen Erstaunen dieses Mal auch wirklich tat. Sogar pünktlich! Und nach 10 Minuten lief mein DSL.
Aber warum musste ich darauf fast 3 Monate warten? Wieso muss man einen Telefonkonzern immer erst mit Stahlkappenschuhen in den Hintern treten, damit der sich um einen kümmert? Rätsel über Rätsel!